Die Kanonenbesatzung
Neben dem allgemein üblichen "Andernach Alaaf" ist der Schlachtruf der Blauen Funken das "RATSCH BUMM". Dies ist ein Hinweis auf die drei Kanonen der „Andernacher Funkenartillerie“.
"RATSCH" symbolisiert das Verlassen des Kanonenrohrs durch das Geschoss (bei Karnevalisten natürlich symbolisch für einen „abgefeuerten“ Witz). "BUMM" steht dann für das „Explodieren“ des Geschosses, natürlich in Form der Pointe.
1897 nahm die Funkenartillerie bereits mit vier Gruppen und einem „Geschütz“ am Rosenmontagszug teil. Die erste Kanone wurde 1936 von Handwerksmeistern und Künstlern der Gesellschaft in Monate langer Arbeit geschaffen. Die Kanone erhielt den Namen "Prinz Werner Anton" (Vornamen der Prinzen 1935 und 1936, die als Taufpaten fungierten). Von damals bis heute gibt es traditionell den Ehrensalut für das jeweilige Andernacher Prinzenpaar am Morgen des Rosenmontags in den Rheinanlagen.
Am 16.Mai 1958 wurde zu Jungfernfahrt des KD-Schiffes "Berlin" in den Rheinanlagen Salut geschossen.
Da die Mitglieder der Kanonenbesatzung gleichzeitig lange Jahre auch dem Funken-Kegelclub angehörten, wollte vor allem der damalige Präsident des Kegelclubs Heinrich Fett auch auf Kegeltouren nicht auf das Salutschießen verzichten. So wurde eine zweite, kleinere Kanone mit dem Namen "Heinrich" angeschafft.
Im Sommer 1975 wurde vom Betriebsrat der RWE eine weitere Kanone an die Funkenartillerie übergeben. Da in der vorhergehenden Session Funkenoffizier Günter Ohlig, selbst auch Mitarbeiter der RWE, Prinz in Andernach war, bekam die Kanone den Namen "Prinz Günter".
Heute sind noch alle drei Kanonen im Einsatz, wenn der Kommandant vor dem Salutschießen den Kanonenoffizier befragt: "Is dat Rühr sauwer on jebotzt?" Da dies selbstverständlich immer der Fall ist folgt sodann die Aufforderung: „Dann loss äne fleje!“
Neben der Teilnahme an allen Corps-Aktivitäten kümmert sich die Kanonenbesatzung intensiv um das Inventar und den Erhalt der Funkenhalle.